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„Sie machen Jagd auf eine/n MitschülerIn, schika-nieren und demütigen sie/ihn.“ Mobbing unter Schülern das ist kein Streit unter zwei gleich Starken. Vielmehr versteht man darunter, dass eine/r einer/m anderen über längere Zeit absichtlich Schaden zufügt und diese/r immer mehr in die Rolle eines „Opfers“ gerät. Mobbing betrifft aber die ganze Klasse, denn es gibt eine regelrechte "Klassen-ordnung“.

Es gibt die „Täter“, die die Schikanen anzetteln, es gibt die Assistenten, oft eingeschworene Freunde der „Täter“, die mitmachen, sowie eine Gruppe von Schülern, die interessiert zuschauen und durch ihr Lachen die Täter stärken. Mehr als die Hälfte der Klasse gehört zur nicht aggressiven Fraktion. Viele sind Außenstehende, die nichts sehen oder nichts sehen wollen. Etwa 20% haben den Mut, das Mobbing-„Opfer“ zu verteidigen.

Eine Untersuchung vom Institut für Pädagogische Psychologie der Ludwig-Maximilians-Universität München hat ergeben, dass es Mobbing in jeder
Schulart gibt, verstärkt aber in den Klassen 5-9.

Weshalb sollte man Maßnahmen gegen Mobbing ergreifen?

Langfristig tragen alle Betroffenen Schäden davon:
Das Mobbing-„Opfer“ leidet nachweislich auch noch als Erwachsener unter einer Dämpfung des Selbst-wertgefühls und tut sich schwer, Vertrauen in zwischenmenschliche Beziehungen zu entwickeln.

Eine Studie hat bei Jungen nachgewiesen, dass erfolgreiche Mobbing„Täter“ später wahrschein-licher auf die „schiefe Bahn“ geraten.
MitschülerInnen lernen, dass es in Ordnung ist, Schwache zu demütigen. Deshalb ist es unabding-
bar, in der Schule durch gezielte Maßnahmen,

 

 
 
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zusätzlich zum Unterricht, Werte zu vermitteln und ein-zuüben und deutlich zu machen, dass Anerkennung, Wertschätzung, Erfolg, Ansehen und andere wichtige Werte nur durch Miteinander und gegenseitige Unter-stützung erreicht werden können.